WAHRNEHMUNGSFALLE

Niemand täuscht sich gerne. Trotzdem passiert es täglich. Auch bei wichtigen und weitreichenden Entscheidungen im beruflichen Leben. Wir reden nicht von bewussten, bösartigen Täuschungen durch andere. Wir reden von den Täuschungen, denen wir unterliegen, weil wir zwei Faktoren systematisch unterschätzen:

  • die Gewohnheiten und falschen Routinen
  • die überragende Bedeutung des Optischen für unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen.

Nahezu 80 Prozent unserer bewussten Wahrnehmung läuft über den Sehsinn. Entsprechend groß ist das Feld der „optischen Täuschungen" und ihrer Folgen. Kosten, die aus falschen Personalentscheidungen resultieren, gelten als größter unproduktiver Kostenfaktor modernen Wirtschaftens.

Die Erwartung an Spitzenkräfte in Wirtschaft und Gesellschaft ist, dass sie der Wahrnehmungsfalle von Routinisierung und Täuschung entgehen: Handlungskompetenz und Entscheidungssicherheit in Ausnahme- und Krisensituationen sind das Kennzeichen der Führungspersönlichkeit. Dazu bedarf es einer geschulten Wahrnehmungs- und Interaktionssensibilität.